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Das bunte Dorf - Zalipie

Anna Bartosz, Adam Bartosz

Bis Ende des neunzehnten Jahrhunderts hat man in den Dörfern Südpolens das Essen auf einer Feuerstelle vorbereitet, deren Rauch durch den ganzen Raum wanderte und durch eine Dachöffnung nach aussen gelangte. In der Gegend von Tarnow, dort wo der Bergfluss Dunajec in die Weichsel mündet, haben Frauen zu Festen und Feierlichkeiten die vom Rauch verdunkelten Innenräume aufgehellt, indem sie mit Kalk helle Flecken auf die dunklen Wände malten. Als Ende des neunzehnten Jahrhunderts auch dort die neuen Kaminöfen Einzug hielten, wurde diese einfache Verschönerungsmaßnahme zur Grundlage für die Erweiterung der malerischen Dekoration der Wohnräume. Die Frauen begannen anstelle der runden Kalkflecken, einfache Blumenmotive mit Naturfarben in den Farbtönen Weiß (Kalkweiß), Schwarz (Ruß) und Beige (Lehm) zu malen. Begabte Malerinnen haben diese Blumenmotive auf Wandbehänge aus Papier übertragen und diese – nach bürgerlichen Gepflogenheiten – als
„Wandteppiche“ über das Bett gehängt. Wohlhabende Bäuerinnen bestellten solche
„Wandteppiche“ bei armen aber talentierten Mädchen.
Dieses Phänomen der Wandmalerei wurde durch Forscher bereits Anfang des letzten Jahrhunderts beschrieben. In den Dreißiger Jahren lud man die Mädchen aus der Gegend von Zalipie zu Ausstellungen der Volksmalerei nach Krakau ein.
Zu dieser Zeit beginnen die miteinander konkurrierenden Frauen, außer dem Inneren des Hauses, ebenfalls die Außenwände und die Wände von Wirtschaftsgebäuden zu bemalen. Die im Jahre 1948 von Ethnologen injizierten Wettbewerbe, dienten nicht nur dem Erhalt der traditionellen Bräuche, sondern förderten auch neue, bis dahin selten vorkommende geometrische Motive, sowie die Weiterentwicklung von farbenreichen, floralen aber auch zoomorphischen Kompositionen.
An dem alljährlich nach dem Frohleichnamfest stattfindenden Wettbewerb, der durch das Ethnographische Museum Tarnow organisiert wird, nehmen zahlreiche Malerinnen aus den Dörfern um Zalipie teil, das heute das Zentrum dieses künstlerischen Phänomens ist. Hier befindet sich das Gehöft der bekanntesten Malerin Felicia Curylo (1904-1974), welches heute
ein Museum ist. Weitere bemalte Häuser und Gehöfte, auch moderne, sind hier einfach zu finden. Im Inneren der Häuser begegnet man nicht nur den Wandmalereien, sondern auch Papierschmuck, Scherrenschnitten, bemalten Keramiken, wunderschönen Stickereien, Trachten und Dekorationsstoffen. Und der vom Museum organisierte Wettbewerb „Bemalte Bauernhütte“ ist jedes Jahr ein großes Dorffest.

(überz. Olga Skaba)

Wszelkie prawa zastrzeżone dla Muzeum Okręgowego w Tarnowie

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